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Projektinfo 198 / Westafrika

Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen ASAFODEB und der ASW im Senegal seit mehr als zehn Jahren

Als die "Senegalesische Vereinigung zur Unterstützung von Ausbildung zu basisorientierter Entwicklung" ASAFODEB im Jahr 1995 ihre Arbeit aufnahm, standen Alphabetisierungs-kurse für Frauen im Zentrum des Programms. Bald bildete die NGO auch Alphabetisateurin-nen aus und erstellte Alphabetisierungsmaterial.
Später kamen Bibliotheken und rollende Dorfbibliotheken dazu. Im Ortsteil Thialy von Thiès wurde die Schülerhilfe aufgebaut und in vielen Orten Senegals wurden vierjährige Grund-schulkursen durchgeführt. Die nun alphabetisierten und damit selbständigeren Frauen starte-ten ökonomische Initiativen und wurden dabei von ASAFODEB unterstützt, u.a. durch einen Kleinkreditfonds.
Die ASW hat die wichtige und auch auf andere Organisationen ausstrahlende Arbeit von ASAFODEB seit der Gründung begleitet und gefördert.

 

Bildung und Ausbildung schafft Zukunft

Bereits vor 10 Jahren hat die Regierung angekündigt, die Analphabetenrate um jährlich fünf Prozent senken zu wollen. Geschehen ist seither nicht viel. Umso wichtiger ist deshalb die Arbeit von Organisationen wie ASAFODEB, insbesondere die Bildungsarbeit für Frauen. Die Gruppe führt ihre Alphabetisierungskurse in den Dörfern nicht in der Schulsprache franzö-sisch sondern in den Lokalsprachen wie Wolof, Poular und Serer durch. So lernen die er-wachsenen Frauen die früher nicht zur Schule gehen konnten, schneller Lesen, Schreiben und Rechnen als wenn sie jetzt noch eine Fremdsprache lernen müssten.

Das vielseitige Bildungsangebot von ASAFODEB umfasst darüber hinaus berufsbildende Workshops, in denen die TeilnehmerInnen je nach Interesse das Färben, Zuschneiden und Verarbeiten von Stoffen zu traditionellen Boubous oder modischen Kleidern erlernen können, oder grundlegende Kenntnisse beispielsweise in der Nahrungsmittelkonservierung, der Anla-ge von Saatbeeten, von Baumschulen oder dem Aufbau einer Getreidebank vermittelt be-kommen. Ziel ist es, die TeilnehmerInnen der Kurse für eine einkommenschaffende wirt-schaftliche Selbständigkeit zu qualifizieren.

An Ideen, wie sie das Gelernte auf praktische Weise nutz- und gewinnbringend umsetzen könnten, mangelt es den TeilnehmerInnen - zu 90 Prozent Frauen im Alter von 15 bis 55 Jah-ren - nicht. Weil aber keine reguläre Bank für die Gründung von Kleinstunternehmen Mikro-Kredite vergeben würde, haben sich die Frauen zu lokalen Spar- und Kreditfonds zusammen-geschlossen. Als Mitglieder erhalten die Frauen das benötigte Startkapital für ein eigenes Un-ternehmen und werden bei Bedarf von ASAFODEB allen wichtigen Phasen (Planung, Kalku-lation und einfacher Buchführung) unterstützt. Mehr als ein Dutzend Spar- und Kreditvereine mit durchschnittlich 100 Mitgliedern sind mittlerweile entstanden.

 

Überregional erfolgreich mit finanzieller Unterstützung durch die ASW

Das Ergebnis des praxisorientierten Ansatzes von ASAFODEB kann sich sehen lassen: trotz der zusätzlichen Belastung, die die Teilnahme an einem Alphabetisierungskurs für die Frauen neben der Arbeit im Haushalt und auf dem Feld bedeutet, haben mehr als 12.400 von ihnen die Kurse besucht. Vielen ist es gelungen, ein kleines Unternehmen zu gründen, das sie und ihre Kinder ernährt.
"Die erfolgreiche und nachhaltige Partnerschaft zwischen der ASW im Norden und der ASAFODEB im Süden ist ein Entwicklungsmodell, das begrüßenswert ist und unterstützt werden sollte", meint die Gründerin und langjährige Leiterin der Organisation, Madame Na-fissatou Diedhiou Seck.

 

Perspektiven

Dank der kontinuierlichen Förderung durch ASW konnte sich ASAFODEB zu einer auch überregional gefragten Institution entwickeln. In bislang fünf Regionen des Landes und insge-samt 428 Dörfern ist sie heute aktiv. Die Arbeit von ASAFODEB erfährt große Anerkennung. Staatliche Stellen beauftragen ASAFODEB zunehmend mit der Durchführung von Bildungs-programmen oder der Erstellung von Broschüren; auch so kommt etwas Geld in die Kasse und die ASW kann ihren finanziellen Beitrag langsam reduzieren. Sichergestellt werden soll allerdings noch der Neubau eigener Räume (Büro, Versammlungsräume und Veranda) für ASAFODEB auf dem Gelände der Organisation. Statt der monatlichen Mietausgaben von derzeit 80.000 CFA (122,- €) hätten sich die Ausgaben von 5 Mio. CFA für einen Hausbau nach fünf Jahren rentiert und die monatlichen Kosten für ASAFODEB könnten deutlich ver-ringert werden.

Kennwort: Frauenfonds Afrika
Kenn-Nr.: 8002

Bankverbindung: Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt     
Bank für Sozialwirtschaft
Kto. 1250700
BLZ 10020500

 

IBAN: DE69100205000001250700
BIC/SWIFT: BFSWDE33BER

 


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