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ASW-Projekte in Brasilien:

FAOR Quilombola-Projekt
FAOR vernetzt weit verstreut liegende Organisationen und Gemeinden in den vier amazonischen Bundesstaaten Pará, Amapá, Tocantins und Maranhão und stärkt sie bei der nachhaltigen Nutzung ihrer Ressourcen. Das FAOR-Quilombolaprojekt eröffnet den Quilombolas Amazoniens neue Zugangsperspektiven zu staatlichen Programmen. Junge Menschen werden zu Führungspersonen ihrer Gemeinden ausgebildet.

Movimento Xingu Vivo Para Siempre-Gemeinsam gegen den Staudamm Belo Monte
Movimento Xingu Vivo Para Siempre (MXVPS) ist ein Zusammenschluss von etwa 250 lokalen und internationalen Organisationen, Gruppen indigener Völker und sozialen Bewegungen, die sich gegen das sozial wie ökologisch bedenkliche Wasserkraftprojekt Belo Monte wehren. Zentral ist dabei die Unterstützung der lokalen Bevölkerung bei der Verteidigung ihrer Menschenrechte.

FENATRAD: Hausangestellte müssen sichtbarer werden
FENATRAD, der Dachverband der Hausangestelltengewerkschaften, engagiert sich für geregelte Arbeitsverträge von Hausangestellten, für ihre Menschenrechte und gegen Kinderarbeit. Indem die in den Haushalten isoliert voneinander arbeitenden Hausangestellten sich organisieren und sichtbar werden, haben sie schon einen wesentlichen Schritt zum Einfordern ihrer Rechte getan.

Umweltnetzwerk FAOR verbindet Aktivisten in Amazonien
FAOR vernetzt die geographisch weit verstreut liegenden Organisationen und Gemeinden vier amazonischer Bundesstaaten und stärkt sie dadurch bei der nachhaltigen Nutzung ihrer Ressourcen. FAOR ist für die Amazonasregion auch eine Informations- und Wissensbörse und macht Fortbildungen zu sozialen und umweltrelevanten Themen.

Das Fórum Carajás stärkt Kleinbauern
Das Fórum Carajás steht Kleinbauern in Landkonflikten mit Unternehmen der Agroindustrie bei und setzt sich insbesondere für die Rechte ländlicher Gemeinden im Cerrado ein, die keine eigenen Landtitel besitzen, sich aber auf ein Gewohnheitsrecht berufen können. In Sammelwirtschaft nutzen und verarbeiten sie die Wildfrucht Bacuri.

MIQCB: Babaçu-Nussknackerinnen kämpfen um eine artenreiche Landschaft
Das Netzwerk der Babaçu-Sammlerinnen MIQCB tritt für die Rechte von rund 300.000 Frauen aus vier Bundesstaaten im Nordosten Brasiliens und Amazonien ein und unterstützt diese bei ihrer nachhaltigen Nutzung des Waldes, bei der Weiterverarbeitung der Babaçu-Nuss und der Vermarktung ihrer Produkte. In der Region Baixada Maranhense kämpfen die Nusssammlerinnen aktuell für den Erhalt einer artenreichen Landschaft, der Enseada da Mata.

Aufbruch der Frauen in Brasilien
Die Frauen Brasiliens stehen auf - für ihre Rechte und für ein besseres Leben. Die ASW unterstützt sie dabei. Zum Beispiel die Frauen vom Indigenennetzwerk APOINME sowie Frauen aus abgelegenen Amazonasgegenden. Sie konnten beim panamazonischen Sozialforum im November 2010 in Santarém teilnehmen. Oder die Frauen vom MMTR, der Bewegung der Landarbeiterinnen im Sertão – die beim diesjährigen ‚Marcha das Margaridas’ ihre Stimme erheben werden.

MALUNGU vertritt die Rechte von Quilombola-Gemeinden im Bundesstaat Pará
Malungu ist der Dachverband von Quilombola-Organisationen im Bundesstaat Pará. Malungu unterstützt die 200 registrierten Quilombola-Organisationen im Bundestaat Pará auf politischer Ebene. Im Bundesstaat soll es insgesamt rund 400 Quilombola-Gemeinden geben, doch nur 43 Gemeinden sind bisher juristisch anerkannt.

Aufbruch der Frauen beim Netzwerk indigener Völker des Nordostens, APOINME
Die ASW unterstützt seit rund 10 Jahren verschiedene Projekte von APOINME, aktuell wird besonders die Stärkung indigener Frauen gefördert. Befragt von unserer Brasilienreferentin Tina Kleiber beschreibt die Koordinatorin des Frauenreferats von APOINME, Ceiça Pitaguary, wie die indigenen Frauen zu mehr Partizipation gelangen, wie sie in die Rolle der politischen Vertreterin schlüpfen und wie sie für häusliche Gewalt sensibilisiert werden.

Schutzgebiet Verde Para Sempre in Amazonien existiert 5 Jahre
5 Jahre nach Einrichtung des Schutzgebietes (ResEx) Verde Para Sempre ziehen die Flussanwohner eine positive Bilanz: Ihre ökonomische Existenz ist sicherer geworden, Holzunternehmen bedrohen nicht mehr ihre Sicherheit. Neuerdings haben sie sich mit der Verarbeitung der Açaí-Beere eine neue Einkommensquelle erschlossen.

Fünf Jahre Förderung von MIQCB durch die ASW
Seit 2003 Jahren fördert die ASW die nachhaltige Sammelwirtschaft der Babaçu-Nussknackerinnen von MIQCB. Aktuell setzen sich die Frauen verstärkt für die gesetzliche Absicherung ihres Zugangsrechtes zu den Palmenhainen ein. Eine kleine Fabrik, in der sie die gesammelten Nüsse zu Seife und Öl verarbeiten, steht kurz vor der Inbetriebnahme.

Neue Gewerkschaft im brasilianischen Bundesstaat Acre klärt Hausangestellte über ihre Rechte auf
Noch immer haben die wenigsten der rund acht Millionen Hausangestellten in Brasilien keinen Arbeitsvertrag. Daher ist ein Arbeitsschwerpunkt der neuen Gewerkschaft die Aufklärung über die Notwendigkeit geregelter Arbeitsverhältnisse. In anderen Bundesstaaten hat die Hausangestelltengewerkschaft schon einige Minimalstandards erkämpft: zum Beispiel den Anspruch auf Urlaub und den Kündigungsschutz für Schwangere.

Justiça Global:Stärkung der Rechte von Angehörigen von Inhaftierten und Ermordeten
Angehörige von Gefängnisinsassen stehen in Brasilien pauschal unter Verdacht - , insbesondere, wenn sie in Favelas leben. Zur Stärkung dieser diskriminierten Personengruppe bietet die Menschenrechtsorganisation Justiça Global mit Sitz in Rio Angehörigenworkshops an. Hier lernen die Betroffenen, dass ihre Situation nicht nur ein persönliches Problem, sondern eine soziale Realität ist. Sie werden handlungsfähig und können ihre und die Rechte ihrer inhaftierten Angehörigen einklagen.

Komitee für nachhaltigkeit Porto de Moz: Letzte Chance für 8,5 Millionen Hektar Regenwald
Gemeinsam mit anderen Gemeinden von FlussanwohnerInnen hat das Komitee Porto de Moz im östlichen Amazonasbecken im Bundesstaat Pará die Einrichtung von zwei Naturreservaten (RESEX) erkämpft, in denen der Wald nur noch nachhaltig und durch Sammelwirtschaft genutzt werden darf.

Straßentheatergruppe Loucas de Pedra Lilás - Bildung, die Spaß macht:
Gewalt gegen Frauen, ungewollte Schwangerschaft oder die Angst vor Krankheit und Arbeitslosigkeit - Themen, über die nur schwer offen und sachlich diskutiert werden kann. Einen Weg, die notwendige Diskussion dennoch anzuregen, haben die Loucas de Pedra Lilás gefunden: mit kurzen, humorvollen Theaterszenen treten sie auf Straßen, bei Festen, in Schulen oder vor Gesundheitszentren vor ihr Publikum und bringen es zum Lachen und zum Nachdenken.

MABE: Errungenschaften im Kampf für die Rechte von Quilombos
Die brasilianische Verfassung von 1988 garantiert den Quilombos (Schwarzengemeinschaften) kollektive Landbesitzrechte. MABE kämpft heute noch entschiedener gegen verfassungswidrige Landenteignungen und für Entschädigungen. MABE gelang es auch, öffentliche Investitionen für die vernachlässigte Region um Alcantara zu erstreiten. Zusammen mit einer weiteren NGO baut MABE derzeit ein Beratungsprojekt auf, das den Rechtsstatus der Bevölkerung verbessern soll.

MMTR - Landarbeiterinnen erlangen mehr Selbstbestimmung über ihre eigene Ernährung
Mit Anbau von Biogemüse und der Selbstvermarktung ihrer Produkte erlangen die Frauen vom MMTR im trockenen Nordosten Brasiliens ein weiteres Stück Unabhängigkeit. Das Movimento de Mulheres Trabalhadoras Rurais ist dort seit 20 Jahren aktiv und unterstützt Landarbeiterinnen beim Kampf um ihre Rechte und bei der Umsetzung einer wassersparenden, angepassten Landwirtschaft.

Nascedouro: 10 Jahre Kinder- und Jugendbibliothek im Armenviertel Peixinhos
Die selbstverwaltete Kinder- und Jugendbibliothek Nascedouro ermöglicht jungen Menschen aus armen Familien, Spaß am Lesen zu entdecken. Neben der Ausleihe, dem Dichten und Bücherwelten entdecken, der Schulaufgabenbetreuung und Spielen rund ums Lesen gibt es regelmäßige Veranstaltungen wie die Freiluftbibliotek „Bibliobôca Mambembe“, die alle zwei Monate in einem anderen Viertel stattfindet und von Theaterspiel, Film und Tanz begleitet wird. Ferner gibt es den Lesekoffer „Mala da Leitura“, mit dem der Lesespaß in die Schulen wandert und Projektwochen.


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