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Aktionsgemeinschaft
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Projektinfo 208 / Zimbabwe
Die
Beteiligung von Morgan Tsvangirais ‚Bewegung für Demokratischen Wandel’
(MDC) an der Regierung hat den leidgeprüften Menschen in Simbabwe
bislang keine wirklichen Verbesserungen gebracht. Die ökonomische Lage
ist kritisch, auch ist in Dörfern und Städten die Gefahr, an Cholera zu
erkranken, aufgrund maroder Abwasserleitungen nach wie vor groß.
In dieser Situation sind die Menschen auf Unterstützung von
regierungsunabhängigen Organisationen angewiesen. Während viele
ausländische Hilfsorganisationen aufgrund der unübersichtlichen Lage in
Simbabwe ihre Unterstützung eingestellt haben, können einheimische und
lokal verankerte Gruppen wie der von der ASW unterstützte Dabane Trust
weiterhin sinnvolle Arbeit leisten.
Die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser ist ein Arbeitschwerpunkt
unserer Partnerorganisation. Zur Bekämpfung der Cholera, an der bis
Juni 2009 mehr als 4000 Simbabwer gestorben sind, stellt Dabane sein
Know-how der Wasseraufbereitung auch anderen Organisationen zu
Verfügung. Im Oktober 2009 hat es neue Cholerafälle in Simbabwe gegeben.
Dabane ist in Matabeleland im Südwesten Simbabwes aktiv und hat dort in fast 20 Jahren innovative Techniken der Wassergewinnung entwickelt. Die Region ist aufgrund des semi-ariden Klimas dürreanfällig, das Land ist schwer bebaubar und Wasser ist knapp. Die Ressourcenknappheit an Wasser und fruchtbarem Land wird zudem durch ein starkes Bevölkerungswachstum verschärft. Vor Beginn der Unterstützung durch Dabane konnte oft nur verschmutztes Wasser genutzt werden, häufige Erkrankungen von Mensch und Vieh waren die Folge.
Die Organisation hat sich darauf spezialisiert, in den Gemeinden kostengünstige Wasserpumpen zu installieren und Wassertankfilter zu bauen. Das Konstruktionsprinzip der Tankfilter ist so einfach wie überzeugend: Der aus lokalem Material hergestellte Zylinder hat zwei Kammern, eine davon ist mit Sand und Kies gefüllt. Das aus Wasserrückhaltebecken gewonnene Wasser wird durch diese Kammer geleitet. Sandgefiltert steht das Wasser dann in der zweiten Kammer fertig zum Gebrauch.
Auch die von Dabane entwickelten Pumpen mit Namen Joma und Rower werden vor Ort und mit lokal verfügbarem Material hergestellt. Diese von Hand betriebenen Pumpen machen es möglich, Wasser aus versandeten Flussbetten zu fördern. Dafür wird von der betroffenen Gemeinde ein Komitee gewählt, dass mit der Verwaltung und Wartung der Pumpen betraut und dementsprechend von Dabane Trust auch geschult wird. Experten von Dabane Trust lokalisieren dann den optimalen Ort im Flussbett, um eine Pumpe einzurichten.
Durch die Pumpen wird es möglich, dass durchschnittlich 20 Liter sauberes Wasser pro Person und Tag zu Verfügung steht. Darüber hinaus kann nun auch das Vieh ausreichend versorgt und die Gärten bewässert werden. Zusätzlich zur Installation der Pumpen werden Wassertanks gebaut, die gefördertes Wasser speichern. Im Zeitraum von 2006-2008 installierte Dabane über 100 Wasserpumpen im Südwesten Simbabwes, wodurch viele Haushalte erstmals Zugang zu ausreichend Trinkwasser erhielten.
Neben der eigenen Arbeit vor Ort schult Dabane im Rahmen des Protracted Relief Programme
(PRP) über eine Dauer von drei Jahren Partnerorganisationen in der
Installation der Wasserpumpen. Diese Ausbildung macht es anderen
Organisationen später möglich, selbständig Gutachten über
Wasservorkommen zu erstellen und die notwendigen Schritte bei der
Einrichtung der Pumpen und den Bau der Wassertanks zu unternehmen. Mit
Hilfe des PRP soll Dabane Trust entlastet und eine möglichst
flächendeckende Versorgung mit Pumpen erreicht werden.
In einem
aktuellen Evaluationsbericht unabhängiger Gutachter wurde festgestellt,
dass in den von Dabane mit einer Wasserpumpe ausgestatteten Gemeinden,
die so Zugang zu sauberem Trinkwasser erlangten, Durchfallerkrankungen
im Vergleich zu den nicht unterstützten Gemeinden deutlich abnahmen.
Auch die Malariaerkrankungen konnten in den Gemeinden eingedämmt
werden.
Der Ausbruch der Cholera im Herbst 2008 in Simbabwe, die sich binnen kurzer Zeit im gesamten Land ausbreitete und neben 90.000 Krankheitsfällen über 4.000 Todesopfer forderte, zeigte, wie wichtig ein gesicherter Zugang der Bevölkerung zu sauberem Trinkwasser und zu sanitären Einrichtungen ist. Der bis März 2009 anhaltende Regen begünstigte die schnelle Ausweitung der Durchfallerkrankung. Durch weitgehend handlungsunfähige Behörden und die katastrophale wirtschaftliche Lage war das Abwassersystem in den Städten zusammengebrochen, woraufhin Dabane Trust in einem regionalen Pilotprojekt so genannte „Slow Sand Filter Tanks“ installierte. Diese reinigen gestautes Rohwasser und verhindern, dass Krankheiten durch den Gebrauch des Wassers übertragen werden. Vorerst wurde 30 Haushalten und einem Krankenhaus diese Technologie zugänglich gemacht, mittlerweile profitieren davon 130 Haushalte. Zuvor hatten die Menschen ihren täglichen Wasserbedarf durch ungefiltertes Wasser aus dem Nhlangano-Stausee gedeckt. Darüber hinaus übernahm Dabane in Zusammenarbeit mit UNICEF die Verteilung von 18.000 Wasserreinigungstabletten an insgesamt 316 Haushalte und beriet 2300 Haushalte zu vorbeugenden Maßnahmen gegen eine Choleraerkrankung.
Bitte unterstützen Sie Dabane Trust dabei, auch weiterhin die Verbesserung der Trinkwasser versorgung und der hygienischen Bedingungen im Matabeleland vorantreiben zu können.
| Kennwort: Umweltfonds Afrika Kenn-Nr.: 8003 Bankverbindung: Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt | |
| Bank für Sozialwirtschaft | |
| Kto. 1250700 BLZ 10020500
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IBAN: DE69100205000001250700 BIC/SWIFT: BFSWDE33BER
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