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Projektinfo 209 / Brasilien
„Bom que doi - so schön, dass es schmerzt“ fanden die BewohnerInnen ihre Siedlung inmitten der Seen und Palmen und unter dem blauen Himmel der „Enseada da Mata“, dass sie ihr diesen Namen gaben. Heute kämpfen die KleinbäuerInnen von Bom que doi und Bairro Novo für den Erhalt dieser wunderschönen Landschaft.
Doch es geht um weit mehr als schöne Landschaft. „Wir leben von den Babaçu-Palmen, sie ernähren uns schon seit Generationen. Das traditionelle Handwerk des Sammelns der Babaçu-Nüsse sichert heute sogar unser Einkommen“, erläutert Tatiana Costa Ferreira Nunes stolz. Tatiana und ihre Mutter gehören zu den Gründerinnen der MIQCB-Gruppe von Bairro Novo. Seit sie von der ASW und anderen für ihre Sammelwirtschaft Unterstützung gefunden haben, befreien sie sich zusehends aus der Abhängigkeit von Großgrundbesitzern und Händlern. In Bairro Novo haben sie sogar eine eigene Produktionsstätte für Öl, Waschpulver und Seife aufgebaut. (Siehe Projektinfo in SW 203, September 2008)
In den Familien wird die Tätigkeit des Nusssammelns – eine Frauendomäne – ergänzt durch den Fischfang und die Feldarbeit, die meist die Männer übernehmen. Die Seen der Enseada da Mata sind fischreich und bisher eine wichtige Nahrungsquelle für die Kleinbauernfamilien.
Doch die unkontrollierte Landnahme, das illegale Einzäunen und Abholzen öffentlichen Landes für die Rinderzucht und die großflächige Produktion von Holzkohle aus Babaçu, bedrohen die Seen- und Palmenlandschaft Enseada da Mata. Und damit auch die Lebensgrundlage der Familien von Bom que doi und Bairro Novo.
Nach Bairro Novo sind in den vergangenen 20 Jahren immer mehr Familien geflohen, die aus der Enseada da Mata vertrieben wurden. Nun wird für die Menschen in der Siedlung das für die gemeinschaftliche Bewirtschaftung zur Verfügung stehende Land immer knapper. Die Nicht-Einhaltung der Brachezeiten und die Verödung der Böden sind die Folge. Deshalb fordert Nice Machado Aires vom MIQCB und ehemaliges Mitglied im Gemeinderat: „Enseada da Mata muß zurück an uns traditionelle Gemeinschaften, da sie eine große biologische Vielfalt beherbergt, die sich ohne den speziellen Schutz dieser Landschaften und anerkannte Nutzungsrechte für uns KleinbäuerInnen ebenso verlieren wird wie die lokale Kultur.“
Mit Ihrer Spende können Sie den Frauen von MIQCB helfen, sich für das Schutzgebiet Enseada da Mata einzusetzen und ihren erfolgreichen Weg als eigene Produzentinnen weiterzugehen.
| Kennwort: Frauenfonds Brasilien Kenn-Nr.: 6002 Bankverbindung: Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt | |
| Bank für Sozialwirtschaft | |
| Kto. 1250700 BLZ 10020500
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IBAN: DE69100205000001250700 BIC/SWIFT: BFSWDE33BER
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