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Projektinfo 215/ Zimbabwe

Dabane Trust: Bildung für nachhaltige Wasserversorgung und Hygiene

SchülerInnen bei einer Hygiene-Aktion

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist in ländlichen Regionen Zimbabwes keine Selbstverständlichkeit. Ausbleibende Regenzeiten, fehlende Infrastruktur für eine Trinkwasserversorgung, ein nichtfunktionierendes Gesundheitssystem und ein mangelndes Hygienebewusstsein führen zu einer erhöhten Epidemiegefahr. 2008 etwa breitete sich in rasender Geschwindigkeit Cholera im Land aus. 90.000 Menschen infizierten sich, 4.000 verloren ihr Leben. Viele Betroffene erklärten, dass sie keinen Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen hatten. Unsere Partnerorganisation Dabane Trust hat daher in den vergangenen Jahren Maßnahmen zur Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser ausgeweitet und bietet jetzt auch Schulungen in Hygiene an.

Know-how an die Dorfgemeinschaften

Praxisnahe Pumpen- und Brunnenmodelle, die Dabane entwickelt hat, werden einer immer größeren Zahl von Gemeinden zur Verfügung gestellt. Begleitend schult Dabane einzelne Personen aus den Dorfgemeinschaften im Umgang mit den Pumpen und macht sie zu Verantwortlichen für die Wasserversorgung.
Denn die Organisation weiß nach 19 Jahren Basisarbeit, dass der Erfolg eines technischen Projekts in erster Linie von der Teilnahme, Verantwortung und dem Know-how der Betroffenen abhängt. So kann unabhängig von Außenhilfe die Selbstversorgung sichergestellt werden. Dabei bezieht Dabane auch von Anfang an die Lokalverwaltungen und die traditionellen Dorfführungen ein.

Innovative Gesundheitsclubs

Mit ‚partizipativer Gesundheits- und Hygiene-Bildung’ lenkt Dabane die Aufmerksamkeit auch auf die Wichtigkeit von Hygiene. Dazu wurden in den Regionen von Umzingwane, Nkayi, Lupane und Gwanda insgesamt 27 Gesundheitsclubs eingerichtet. In diesen diskutieren die Dorfbewohner gemeinsam über Hygiene-, Gesundheits- und Sanitärthemen, analysieren ihre Umwelt, sprechen Probleme an und finden gemeinsam Lösungsansätze. Sie lernen voneinander und stellen bestimmte Normen und Glaubensirrtümer bezüglich der Hygiene in Frage. Auf diese Weise entsteht ein selbstbestimmtes und reflektiertes Hygieneverhalten. Neu an dem Ansatz ist, dass Hygiene nicht länger als Frauensache betrachtet wird, sondern alle Familienmitglieder in die Clubs einbezogen sind.

Spielerische Gesundheitsbildung in Bulawayo

In Außenbezirken der größten Stadt der Matabele-Provinz, Bulawayo, in denen die Menschen dicht an dicht ohne funktionierendes Abwasser- und Abfallentsorgungssystem leben, ist die Gefahr einer Seuchenausbreitung besonders groß. Hier wurde daher die Kampagne “Let’s restore our pride – Keep your area clean” (Unseren Stolz wiederherstellen – Eure Umgebung sauber halten) durchgeführt. Theaterworkshops, Tanz, Konzerte und Gedichte-Lesungen weckten das Interesse von Jung und Alt für Hygienethemen. Bei einem Hygienequiz konnten Seife, Toilettenpapier und Eimer gewonnen werden.

Bei Müllsammelaktionen in zwei weiteren Problemvororten von Bulawayo trugen Bewohner fünf Lastwagenladungen Abfall zusammen und brachten diese auf lokale Mülldeponien. Während der Aktionen informierte Dabane in den Gemeinden auch über die Vorbeugung gegen Cholera und andere Infektionskrankheiten. Die meisten Erkrankten hatten sich die Infektion über offene Abwasserkanäle zugezogen oder durch das Zapfen von Trinkwasser aus ungeschützten Quellen.

Die Zahl der gemeldeten Fälle der durch Wasser übertragenen Krankheiten ging von 2008 bis 2009 unter anderem wegen des Engagements von Dabane Trust zurück. In der Region Gwanda wurden 2010 nur noch 66 Fälle von Durchfallerkrankungen, in Nkayi nur noch 75 Fälle gemeldet, im Vergleich zu 177 beziehungsweise 162 im Jahr davor.

Damit Dabane Trust seine nachhaltige Umwelt- und Gesundheitsbildung fortsetzen kann, bitten wir Sie um Ihre Spende.

Kennwort: Umweltfonds Afrika
Kenn-Nr.: 8003

Bankverbindung: Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt     
Bank für Sozialwirtschaft
Kto. 1250700
BLZ 10020500

 

IBAN: DE69100205000001250700
BIC/SWIFT: BFSWDE33BER

 


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