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  Projektinfo 216

YOUNG INDIA:

Frauen, Kinder und Arme erhalten endlich, was ihnen zusteht

Seit mehr als 1000 Jahren kommen Gläubige und Touristen in die Region Puri und besuchen die alten Kulturstätten und das Meer. Den berühmten Jagannath-Tempel allerdings dürfen nur besonders Strenggläubige betreten. So regieren in der Region schon immer konservative Kräfte gemeinsam mit pfiffigen Geschäftemachern. Einfache Dorfbewohner müssen sich mit dem begnügen, was übrig bleibt. Und das ist besonders für Frauen, Kinder, Kastenlose und Adivasi extrem wenig. Zudem blühen Missbrauch, Kinderhochzeiten, Prostitution, Vergewaltigungen.

Seit die Gruppe YOUNG INDIA in der Region aktiv ist, hat sich vieles zum Besseren verändert. Das von indischen Bürgern erstrittene „Gesetz zum Recht auf Information“ (RTI) hilft dabei. „Ich wollte immer für alle Menschen gegen Korruption und für Gerechtigkeit kämpfen. Mit dem neuen Gesetz haben wir nun ein mächtiges Instrument“, sagt der Young India-Aktivist N.A.Shah Ansari.
Heute schon sind die Auswirkungen der klugen „Anwendung“ des RTI durch YOUNG INDIA überall greifbar. Plötzlich werden Schulen auch für Dalitkinder sogar in abgelegenen Dörfern gebaut, plötzlich werden auch Mädchen unterrichtet und so vor einer viel zu frühen Heirat bewahrt. Das Dalitmädchen Sita darf heute am Unterricht und den Schulspeisungen teilnehmen. Der gelähmte Prafulla Pradhan erhält sein seit 5 Jahren bewilligtes Behindertengeld, Jameswar Bhatta bekommt seinen schon vor 14 Jahren bezahlten Stromanschluss, das Dorf Karamanga endlich einen befestigten Weg, auf dem die Kinder auch in der Regenzeit zur Schule gehen können. Der alleinstehenden Witwe Kau Kahal wird ihre Witwenunterstützung ausgezahlt, die Dalitmädchen Supria und Gitanjali dürfen in weiterführende Schulen, obwohl ihre Geburtsurkunden fehlen.

Die lange Liste an der Bürowand bei YOUNG INDIA reicht schon längst nicht mehr, alle erfolgreichen Aktionen aufzuführen.
Eine Aktion der Gruppe war so erfolgreich, dass halb Indien von ihr sprach und die Ministerin für Frauen- und Kinderförderung zurücktreten musste. Durch YOUNG INDIA aufgebaute „Community Watch Groups“ stellten fest, dass die staatlichen Kindergarten- und Schulspeisungen für arme Kinder und Mütter voller Würmer waren. Eine Umfrage in benachbarten Bezirken ergab ganz ähnliche Ergebnisse. Durch das Gesetz zum Recht auf Information konnten bei den Behörden die Akten eingesehen werden und es stellte sich heraus, dass für Kinder und Frauen bestimmte Gelder bis hin zum Ministerium unterschlagen wurden. Aufgrund guter Kontakte zu lokalen Behördenvertretern und zur Presse passierte den YOUNG INDIA-Mitarbeiten nichts. In anderen Fällen können solche Entdeckungen für Aktivisten der Zivilgesellschaft lebensgefährlich sein. Morde sind im Zusammenhang mit der Nutzung dieses Gesetzes an der Tagesordnung. Heute kümmern sich die Gemeindegruppen selber um die Qualität und Zubereitung der Schulspeisungen.

Aber nicht nur auf Gesetze und staatliche Hilfe verlassen sich die Menschen bei YOUNG INDIA. Der Sohn einer Dalitfamilie erhielt durch Hilfe der Gruppe eine Tumoroperation. YOUNG INDIA bat Bevölkerung, Politiker und Firmen erfolgreich um Spenden und Ärzte um medizinische Unterstützung. So konnte die Operation stattfinden.

In den vergangenen Wochen sind viele Dörfer der Region von schweren Überschwemmungen überrascht worden. Hier setzt sich YOUNG INDIA für eine gute Koordination der Hilfsmaßnahmen ein und sorgt dafür, dass die Hilfe auch die Frauen, Kinder und Alten armer Familien erreicht. Unterstützen Sie die Arbeit von YOUNG INDIA:

Kennwort: Perspektivenfonds Indien
Kenn-Nr.: 9091

Bankverbindung: Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt     
Bank für Sozialwirtschaft
Kto. 1250700
BLZ 10020500

 

IBAN: DE69100205000001250700
BIC/SWIFT: BFSWDE33BER

 

 

 

 

 


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