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Aktionsgemeinschaft
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Seit mehr als 1000 Jahren kommen Gläubige und Touristen in die Region Puri und besuchen die alten Kulturstätten und das Meer. Den berühmten Jagannath-Tempel allerdings dürfen nur besonders Strenggläubige betreten. So regieren in der Region schon immer konservative Kräfte gemeinsam mit pfiffigen Geschäftemachern. Einfache Dorfbewohner müssen sich mit dem begnügen, was übrig bleibt. Und das ist besonders für Frauen, Kinder, Kastenlose und Adivasi extrem wenig. Zudem blühen Missbrauch, Kinderhochzeiten, Prostitution, Vergewaltigungen.
Seit die Gruppe YOUNG INDIA in der Region aktiv ist, hat sich vieles zum Besseren verändert. Das von indischen Bürgern erstrittene
„Gesetz zum Recht auf Information“
(RTI) hilft dabei. „Ich wollte immer für alle Menschen gegen Korruption und für
Gerechtigkeit kämpfen. Mit dem neuen Gesetz haben wir nun ein mächtiges
Instrument“, sagt der Young India-Aktivist N.A.Shah Ansari.
Heute schon sind
die Auswirkungen der klugen „Anwendung“ des RTI durch YOUNG INDIA überall
greifbar. Plötzlich werden Schulen auch für Dalitkinder sogar in abgelegenen
Dörfern gebaut, plötzlich werden auch Mädchen unterrichtet und so vor einer
viel zu frühen Heirat bewahrt. Das
Dalitmädchen Sita darf heute am Unterricht und den Schulspeisungen teilnehmen. Der
gelähmte Prafulla Pradhan erhält sein seit 5 Jahren bewilligtes
Behindertengeld, Jameswar Bhatta bekommt seinen schon vor 14 Jahren bezahlten
Stromanschluss, das Dorf Karamanga endlich einen befestigten Weg, auf dem die
Kinder auch in der Regenzeit zur
Schule gehen können. Der alleinstehenden Witwe Kau Kahal wird ihre
Witwenunterstützung ausgezahlt, die
Dalitmädchen Supria und Gitanjali dürfen in weiterführende Schulen, obwohl ihre
Geburtsurkunden fehlen.
Die lange Liste an der Bürowand bei YOUNG INDIA reicht schon längst nicht mehr,
alle erfolgreichen Aktionen aufzuführen.
Eine
Aktion der Gruppe war so erfolgreich, dass halb Indien von ihr sprach und die Ministerin
für Frauen- und Kinderförderung zurücktreten
musste. Durch YOUNG INDIA aufgebaute „Community Watch Groups“ stellten fest,
dass die staatlichen Kindergarten- und Schulspeisungen für arme Kinder und
Mütter voller Würmer waren. Eine Umfrage in benachbarten Bezirken ergab ganz
ähnliche Ergebnisse. Durch das Gesetz zum
Recht auf Information konnten bei den Behörden die Akten eingesehen werden und
es stellte sich heraus, dass für Kinder und Frauen bestimmte Gelder bis hin zum Ministerium unterschlagen wurden. Aufgrund guter
Kontakte zu lokalen
Behördenvertretern und zur Presse
passierte den YOUNG INDIA-Mitarbeiten nichts. In anderen Fällen können solche Entdeckungen
für Aktivisten der Zivilgesellschaft lebensgefährlich sein. Morde sind im
Zusammenhang mit der Nutzung dieses
Gesetzes an der Tagesordnung. Heute kümmern sich die Gemeindegruppen selber um
die Qualität und Zubereitung der Schulspeisungen.
Aber nicht nur auf Gesetze und staatliche Hilfe verlassen sich die Menschen bei YOUNG INDIA. Der Sohn einer Dalitfamilie erhielt durch Hilfe der Gruppe eine Tumoroperation. YOUNG INDIA bat Bevölkerung, Politiker und Firmen erfolgreich um Spenden und Ärzte um medizinische Unterstützung. So konnte die Operation stattfinden.
In
den vergangenen Wochen sind viele Dörfer der Region von schweren
Überschwemmungen überrascht worden. Hier setzt sich YOUNG INDIA für eine gute
Koordination der Hilfsmaßnahmen ein und sorgt dafür, dass die Hilfe auch die
Frauen, Kinder und Alten armer Familien erreicht. Unterstützen
Sie die Arbeit von YOUNG INDIA:
| Kennwort: Perspektivenfonds Indien Kenn-Nr.: 9091 Bankverbindung: Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt | |
| Bank für Sozialwirtschaft | |
| Kto. 1250700 BLZ 10020500
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IBAN: DE69100205000001250700 BIC/SWIFT: BFSWDE33BER
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